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zum Wundersinn

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zum Wundersinn

Wundersinn

Da nicht nur das menschliche Bewußtsein einer permanenten Entwicklung unterworfen ist, könnte es durchaus sein, wenn sich ein neuer Sinn herausbildet – der Wundersinn. Aber wie jeder Entwicklungsprozeß bedarf auch dieser der Verfeinerung und Entwicklung und muß demnach als fluktuierend angesehen werden. Wo hier die Reise hingeht wird sich noch herausstellen. Aber sprechen wir zunächst vom Bekannten….

So viel Wissen, so viele Worte und Buchstaben. Geschriebenes satt, Gedachtes zwischen Buchdeckel gepresst und tausendfach verbreitet, zugänglich und für alle greifbar. Das ist die Bibliothek. Und wie seltsam ein Fund in der Stadtbibliothek im Bücher Flohmarkt:  „ABC der Anthrosophie“ von Adolf Baumann. Ein kleiner Ratgeber oder auch als Lesehilfe zu verstehen, eine Lesehilfe wie der „Laie“ mit den Begriffen der Antroposophie umgehen, wie er sie verstehen kann.

Ein guter Fund für mich und dennoch mehr als traurig. Den welche Bücher landen in dieser Flohmarkt Ecke der Bibliothek? Doch kaum die Werke, die viel ausgeliehen oder gelesen werden? Wohl kaum die Bestseller.

Viele Menschen, mit denen ich spreche verwechseln das antroposophische Gedankengut mit religiösem Gequatsche andere meinen  Sektentum zu erkennen und wieder andere kennen die Produkte von „Wala“ und „Weleda“ oder „Demeter“, aber wer hat sich je mit den geistigen Welten, mit der Sinneslehre oder mit der „Farbenlehre nach Goethe“ beschäftigt?

Zur Sinneslehre

Die fün oder auch sieben Sinne sind aus der allgemeinen Literatur bekannt, wobei die letzten beiden (6. Gleichgewichtssinn  + 7. Tiefen- oder Stellungssinn) in der Regel nicht mitgezählt werden, wenn man von den „fünf Sinnen“ spricht.

Die bekannten 5 Sinne des Menschen

  1. Hören
  2. Tastsinn
  3. Sehen
  4. Schmecken
  5. Riechen

Obwohl in der Darstellung und Abgrenzung einzelner Sinne keine Einigkeit der Autoren zu finden ist, herrscht die Allein- und Allgemeingültigkeit beanspruchende Meinung: der Mensch habe eben diese  fünf (oder sieben Sinne). Sie sind einfach durch ihre Organe sichtbar und ihre Wirkensweise lässt sich inzwischen recht gut medizinisch / physiologisch aufzeigen.

Dennoch gibt es auf dem Felde der menschlichen Wahrnehmungen weitere Eindrücke: „Wärmeunterschiede“ und verschiedene „Schmerzenszustände“ wie „Hunger und Durst“ empfinden. Eine weit umfassendere und dazu in sich schlüssige Gliederung aller menschlichen Wahrnehmungen wird in Rudolf Steiners Sinneslehre beschrieben. Diese geht weit über eine bloße Aufzählung von Sinnesorganen hinaus.

Die zwölf Sinne des Menschen: (nach Rudolf Steiner und der anthroposophischen Lehre)

  1. Ich-Sinn
  2. Gedanken-Sinn
  3. Wort-Sinn 4. Hör-Sinn
  4. Wärme-Sinn
  5. Seh-Sinn
  6. Geschmacks-Sinn 8. Geruchs-Sinn
  7. Gleichgewichts-Sinn
  8. Eigenbewegungs-Sinn
  9. Lebens-Sinn
  10. Tast-Sinn

Diese Reihenfolge der Sinne ist nicht zufällig aufgezählt oder zusammen gestellt:  es zeigt sich, dass sich die eher subjektiven Eindrücke der untersten vier Sinne (9.-12.) direkt auf den Körper beziehen. Sie vermitteln die Wahrnehmungs- und Erfahrungswelt des eigenen Leibes. Darum werden sie auch „Leibessinne“ oder „Körpersinne“ genannt. Sie stehen in engem Zusammenhang mit dem Stoffwechsel-Gliedmaßen-System des Menschen und gehören seelisch dem Bereich des Willens zu. Die Leibessinne bilden somit die erste Vierer-Gruppe innerhalb dieser zwölf Sinne.

Auch die obersten vier Sinne (1.-4.) könnten als eine Gruppe zusammengefasst werden, denn sie haben eine eigene Verwandtschaft mit dem Denken und dem Bewusstsein. Ihre Wahrnehmungen beziehen sich ausdrücklich auf „Nichtstoffliches“. Es sind die vier „Erkenntnis-Sinne„, welche ihre leibliche Beziehung zum Nerven-Sinnes-System des Menschen haben und in ihrem Bereich der Wahrnehmung dem der Seelenqualität des Denkens ähnlich sind.

Zuletzt verbleiben die vier mittleren Sinne (5.-8.), welche in ihren Eigenschaften der Wahrnehmung immer ein Mittelmaß zwischen Erkenntnis- und Leibessinnen eingehen, sie bestehen in Wechselwirkung zwischen subjektiver und objektiver Wahrnehmung. In ihren Eindrücken beziehen sie sich zwar auf die Außenwelt, aber eine Wahrnehmung ist stark mit der eigenen Aktivität, dem eigenen Erleben und Fühlen verbunden. Diese „Gemütssinne“ geben in ihrer Reihe nach oben hin immer „tiefere“ Erkenntnisse über das innere der Stoffe. Die mittleren Sinne sind eng verbunden mit den rhythmischen Systemen des Menschen – also den Systemen, in denen hauptsächlich die Seelenqualität des Fühlens und des Gefühls seine Wirkung entfaltet.

Großteile dieser Zusammenfassung sind auf der Seite von Sebastian Knabel zu einem ebook zusammen gefaßt und zum Teil von dort entnommen.  Diesen guten und fundierten Überblick finden Sie hier Sebastian Knabel ebook

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